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AUSSTELLUNG "Aquarelle und Fotografien" |
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Bernhard
Lüthi und Erika Koch Bernhard Lüthi und Erika Koch bilden in ihren gemeinsamen Werken nicht ab, sondern machen „Landschaft“ (im Sinne des Lebensraumes) sichtbar: Grosszügige Aquarellflächen von einer intensiven Farbigkeiten entfalten sich mit fotografischen Eindrücken zu einem symbiotischen Ganzen, einem vollständigen Eindruck von einem kulturellen Lebensraum. Es sind grossformatige Werke, die sich nicht nur über das Sehen generieren, sondern vielmehr aus dem bewussten und sinnlichen Erfahren (auf Seiten der Künstler wie des Betrachters) von Licht, Raum, Farben und den Eingriffen des Menschen erstehen. Bernhard Lüthis Aquarelle sind mehr als malerische Kommentare zu den von ihm bereisten kulturellen Landschaften. So entwickelt Lüthi aus seinem Interesse an lichten, atmosphärisch weiten Räumen eine ganz eigene Zeichensprache: Der optische Stimmungsraum wird zu einem aktivierten, haptische Elemente einbeziehenden Handlungsraum. Wenn Lüthi diesen feinen Differenzierungen nachspürt, löst er sich gänzlich von allem Sichtbaren. Seine Landschaft – oder sein Bild von ihr - ist somit immer im Zustand der Bewegung und bewahrt sich so seine ungeheure Präsenz. Es ist diese Fragilität, aufgeladen mit einer ungewöhnlichen Wirklichkeit und Energie, die seine Werke stark und einzigartig machen. Erika Koch arbeitet in ihren Fotografien ausschließlich mit den Formen der Reduktion und eröffnet so ganz neue Blick-, Seh- und Sichtweisen - ohne digitale Ein- oder Übergriffe. Koch interessiert weniger das Gesamtbild eines Bauwerks oder einer (Industrie)Landschaft, als vielmehr die im größeren Umfeld verborgenen architektonischen und industriell produzierten strukturellen Elemente. In ihren Fotografien werden malerische Impressionen oder sinnliche Technik sichtbar gemacht, die im Alltag leicht übersehen werden: Architektur-, Industrie- und Landschaftsdetails, die aus ihrem ursprünglichen engen Kontext gelöst werden, erlangen so eine neuen Bedeutung - eine phantansie- und spannungsvollen Transformation der banalen Alltagsrealität. |
Katalogtext: Bernhard Lüthi: Wo Kunst und Kulturvermittlung zusammen kommen |