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Thomas Pihl
15. 1. 2012 — 11. 3. 2012
Nach seiner Show im Palazzo Bembo an der Biennale 2011 von Venedig
zeigt Thomas Pihl erstmals seine Werke in der Schweiz. Zusätzlich
zu den grossformatigen Bildern aus Venedig präsentiert Thomas Pihl
mehrere im Haus der Kunst neu geschaffene Kleinformate.
Thomas
Pihl hat eine unvergleichbare, eigenständige und sehr poetische,
emotionale monochrome Malerei entwickelt. Vielleicht ist sie so stark,
weil sie die zwei gegensätzlichen Orte verbinden kann, in denen
Pihl lebt. Er arbeitet sechs Monate im Jahr in Bergen, in einem
abgelegenen Fjord. Die winterlichen Monate verbringt er in New York, wo
er seit siebzehn Jahren ein Atelier betreibt.
Der zentrale Fokus von Pihl’s Kunstkonzept ist sein kritischer
Dialog mit dem Phänomen der „Über"-Ästhetisierung
der westlichen oder westlich beeinflussten visuellen Alltagskultur und
die Konfrontation mit den kulturellen, politischen und ethischen
Auswirkungen der Massenproduktion und des Massenkonsums von Bildern.
Mit seinen eigenen Worten: er holt die Inspiration für sein
Schaffen aus der Beobachtung, wie jedes Teilchen von NYC – wo er
seit 1994 grösstenteils lebt – „kulturell und
ästhetisch manipuliert und kontrolliert wird.“
Seit 2000 setzt sich Thomas Pihl mit Serien auseinander. Diese Werke
sind Bilder, deren zahlreiche Schichten mit halbtransparenten
Acrylfarben komponiert sind, welche auf die Leinwand gegossen werden.
Mit ihren glatten Oberflächen und deren oszillierenden Farben
fängt Pihl die perfekte Ästhetik der visuellen Alltagskultur
ein und untergräbt diese zugleich: Das Resultat seiner
vielschichtigen Prozesse und dessen speziellen Materials fordert eine
lange, konzentrierte Betrachtung seiner Gemälde. So manifestieren
sich dabei langsam die komplexen Farben und die feinen Unterschiede und
Unvollkommenheiten dieser einzigartigen Werke.
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